Aktionskonsens

Die Kundgebung und die beabsichtigte anschließende Demonstration stehen allen Menschen offen, die ihren Protest ohne Rassismus, Sexismus und Antisemitismus auf die Straße tragen möchten. Solidarisch tragen alle Protest- und Ausdrucksformen gleichwertig zum Protest gegen das G20-Finanzministertreffen bei. Dabei geht von unserem Protest keinerlei Eskalation aus. Unser Anliegen ist vielmehr, für einen Verlauf zu sorgen, der es unbedingt vermeidet, dass Teilnehmer*innen in bedrohliche und gefährliche Situationen geraten. Dazu ist allerdings unverzichtbar, dass Ordnungsamt und Polizei dieses Anliegen auch respektieren.

 

 

 

 

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Aufruf / Call to action

Aufruf / call: english deutsch

Der Aufruf kann in deutsch hier als Flyer heruntergeladen werden.

Aufruf

Am 17. und 18. März findet in Baden-Baden das Treffen der FinanzministerInnen statt, das zur Vorbereitung des G20-Gipfeltreffens am 7. bis 9. Juli in Hamburg dient. Zwanzig Regierungen und Vertreter der globalen Finanzinstitutionen treffen Richtungsentscheidungen, die das Schicksal der Menschen in allen Ländern der Erde betreffen.

Die FinanzministerInnen treffen sich im Rahmen der G20 seit 1999 zusammen mit den Chefs ihrer nationalen Notenbanken, der Europäischen Zentralbank, der Weltbank, dem Internationalem Währungsfonds und der OECD. Die Treffen sind entstanden als eine Reaktion auf die Krisenprozesse in Asien. Seit der globalen Finanzkrise 2008 werden die Treffen der Finanzminister ergänzt durch Treffen der Präsidenten/MinisterpräsidentenInnen ihrer Länder.
Die G20-Staaten unterscheiden sich in ihren politischen Systemen und wirtschaftlichen Strategien. Gemeinsam stehen sie jedoch für eine Politik, die auf Wirtschaftswachstum, Profitmaximierung und Konkurrenz ausgerichtet ist, sowie globale Konzerne, große Vermögensbesitzer und Anleger an den Finanzmärkten begünstigt.
Trotz großer Reformziele ist es weder gelungen Banken und Schattenbanken einschneidend zu regulieren, noch Steueroasen aufzulösen, oder Steuerbetrug und Steuervermeidungsstrategien zu unterbinden.
Die G20 stehen für eine Austeritätspolitik, die wirtschaftlich schwächere Länder in die Schuldenfalle treibt und erpresst. Sie stehen für eine Politik der Verarmung, welche die Kosten der Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen auf die Beschäftigten und die Armen abwälzt. Sie stehen für eine Politik der Grenzen, die sie anhand ihrer Verwertungslogik ziehen und bei denen alle auf der Strecke bleiben, die sie als überflüssig betrachten. Die globalen Folgen dieser Politik sind steigende soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Naturzerstörung und Klimawandel, Kriege, Flucht und Verarmung.

Doch es gibt Alternativen!

In Solidarität mit Bewegungen in anderen Ländern wollen wir in Baden-Baden auf die Straße gehen und gemeinsam deutlich machen:
Eine andere Welt ist möglich!
Wir treten für eine solidarische Welt ein, in der es um die Bedürfnisse der Menschen und nicht um den Schutz von Banken und Großinvestoren geht.

Wir rufen als Aktionsbündnis am 17. und 18. März zu Aktionen auf:
Kommt mit nach Baden-Baden , um der herrschenden Politik der Ausgrenzung unsere Forderung nach einer solidarischen und friedlichen Welt entgegenzusetzen.

An diesem Aufruf beteiligen sich: Siehe Bündnis

 

 

Call to Action

The Finance Ministers of the G20 countries will meet on the 17th and 18th March in Baden-Baden in preparation for the G20 summit in Hamburg taking place from July 7th – 9th. Twenty governments, together with the representatives of the global finance institutions, will decide on policies which shape the future of people in every country of the world.

The meetings of the G20 Finance Ministers, with the governors of their national central banks, the European Central Bank, the World Bank and the heads of the International Monetary Fund and the OECD have been taking place since 1999. The meetings originated in reaction to the Asian crises of the late 1990s. Since the global financial crisis of 2008, the meetings of the Finance Ministers have been extended to include meetings of the G20 heads of state.

The G20 states differ in their political systems and economic strategies. However, collectively they stand for policies which focus on economic growth, profit maximisation and competition, and whose main beneficiaries are global corporations, the wealthy and investors in the financial markets.

Although their meetings have frequently professed their intentions to make reforms, they have made no significant progress in the regulation of banks and the parallel banking sector, in the closing of tax havens or the prevention of tax fraud and tax evasion.

The G20 stands for austerity policies which hold economically weaker countries to ransom and drive them into ever increasing debt. It stands for the politics of impoverishment, which shifts the costs of economic, environmental and financial crises onto working people and the poor. It stands for a policy of borders determined solely by their usefulness to the system, in which those judged to be superfluous fall by the wayside. The global consequences of these politics are social inequality and exclusion; migration and impoverishment; environmental destruction and climate change; and war.

But there are alternatives!

In solidarity with movements in other countries we want to take to the streets of Baden-Baden and show clearly that: A different world is possible!
We are standing up for a world which is grounded in solidarity with the needs of people worldwide and not on protection of banks and investors.

Our alliance calls for action on March 17th and 18th :
Come to Baden-Baden on March 17th and 18th and support our demands for a world of global solidarity and peace in place of the current G20 politics of exclusion!

This appeal is supported by: Siehe Bündnis